„Lernen’s Geschichte…!“
Kommentar des Philosophen (Richard David Precht, XIII. Deutscher Volkshochschultag 2011):
„VHS klingt wie Plattenbau (…)“.
Aufschrei der Erwachsenenbildung:
„Vergleich aus der Philosophenklause (…) wo man nicht immer von Sachkenntnis geplagt ist!“
Die Provokation hat gesessen.
Die Provokation ist zulässig, weil sie anregt zu hinterfragen.
Diese Provokation ließe sich auch leicht auf die gesamte Erwachsenenbildung anwenden, oder nicht?
Welche gesellschaftspolitische Kraft geht von ihr noch aus? Welche bildungskritische Dynamik wohnt ihr noch inne?
Im Rückblick auf die Geschichte der Erwachsenenbildung – die vom Zauber des Hier- und Jetzt von Tools, Kompetenz, Qualität, Marketing und Wettbewerb in den Schatten gestellt wird – ist diese vergangene Kraft der Volksbildung sichtbar gemacht. Ihre Geschichte wird sichtbar – und sie sollte auch gesehen, studiert und dadurch nachdenklich machen. Das neue Webportal des Österreichischen Volksschularchivs ist zugänglich: http://www.vhs.at/vhs-archiv.
Folgendes Rundschreiben von Christian Stifter, dem Leiter des VHS-Archivs erreicht auch das l3lab:
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Das neue Webportal des Österreichischen Volkshochschularchivs ist online!
Die Volkshochschulen sind die älteste und größte Erwachsenenbildungseinrichtung Österreichs. Ihre Wurzeln reichen weit in das 19. Jahrhundert zurück. Dem Österreichischen Volkshochschularchiv obliegt die Sammlung und Bewahrung der historischen Quellen zur Demokratisierung von Wissen und Bildung in Österreich sowie die Bereitstellung der Materialen und Dokumente für die wissenschaftliche Forschung.Erstmals ist es nun möglich, in den Beständen des VHS-Archivs und seiner angeschlossenen Studienbibliothek online zu recherchieren.
Neben der Suche nach Archivalia (Audio/Video, Bilder, Dokumente, Plakate) und nach Literatur (Bücher, Zeitschriften- und Buchartikel) steht nun auch die Datenbank aller Kurse und Vorträge der Wiener Volksbildungseinrichtungen im Zeitraum von 1887 bis 1956 zur Online-Recherche zur Verfügung. Unter den rund 250.000 Dateneinträgen finden sich unter anderem so prominente Vortragende und KursleiterInnen wie Alfred Adler, Otto Neurath, Hermann Broch, Albert Einstein, Hans Kelsen, Marianne Hainisch, Viktor Frankl, Lise Meitner, Kurt Pahlen, Eugenie Schwarzwald, Robert Musil, Karl und Charlotte Bühler, Viktor Matejka, Julius Tandler oder Elise Richter.
Darüber hinaus stellt das Webportal aktuelle Projekte des Österreichischen Volkshochschularchivs vor, informiert über Aufgaben, Dienstleistungen und Benützungsmöglichkeiten und gibt einen Überblick über die Publikationstätigkeit des Archivs.
Als besonderes visuelles „Schmankerl“ werden in einem Galerie-Rundgang die Stammhäuser der Wiener Volkshochschulbewegung vorgestellt und beispielhaft Bilder der berühmten Urania-Lichtbildervorträge präsentiert.
Wir laden Sie / Euch herzlich ein, das neue Webportal zu besuchen und das Informationsangebot zu nützen!




